Αρχική Πολιτισμός Δείπνο με παγκόσμια λογοτεχνία: οκτώ καλεσμένοι, τρία μαθήματα και υπέροχη λογοτεχνία σε...

Δείπνο με παγκόσμια λογοτεχνία: οκτώ καλεσμένοι, τρία μαθήματα και υπέροχη λογοτεχνία σε έναν κήπο στη Μαγιόρκα

13
0

Ein schöner Garten in Valldemossa, darin ein großer Tisch, an dem maximal acht Gäste essen, trinken und sich unterhalten – über Literatur. Die Gastgeberin Alicia Coe ist eine US-Amerikanerin, geboren und aufgewachsen auf Mallorca und Tochter weltoffener freiheitsliebender Eltern, die zu ihrer Zeit etwas hippiesk durch die Welt reisten, sich aber auf Mallorca ein Zuhause schufen. Der Vater, ein Bonvivant aus New York, intellektuell, vielseitig begabt, war ein Reise-, Literatur- und Kochfan, der mit dem weltberühmten Autor Henry Miller befreundet war. Die Mutter, Jean Anne, war kreativer unterwegs und ist bis heute eine anerkannte Keramikkünstlerin, deren Skulpturen schon viele Ausstellungen zierten. Sie stammt aus San Francisco.

Alicia Coe zog es ebenfalls in die Welt. Sie studierte Kunst, Philosophie und Literatur in Barcelona, lebte, studierte und arbeitete in Paris, Rom sowie New York und hat auch 18 Jahre als Dozentin an amerikanischen und mallorquinischen Universitäten im Bereich Englische Philologie gearbeitet. Zudem malt, schreibt und kocht sie gerne. Und sie spricht fünf Sprachen.

Δείπνο με παγκόσμια λογοτεχνία: οκτώ καλεσμένοι, τρία μαθήματα και υπέροχη λογοτεχνία σε έναν κήπο στη Μαγιόρκα

Alicia Coe. / Alicia Coe

Bücher, Essen und eine schöne Aussicht

[–>

Ihr Projekt, die Literary Dinners, ist kein Buchclub, in dem Literatur aufgearbeitet und besprochen wird, „was der Autor damit sagen will“. Nein, die zweieinhalb Stunden im Garten in Valldemossa sollen lebendig, anregend und sinnlich sein. Die Gäste sollen sich leger austauschen (auf Englisch), ihre Gedanken äußern und Spaß haben. „Ich will mit meinem Projekt an meine Familienessen erinnern, wo Literatur bei einem guten Essen immer ein Thema war. Mein Vater sagte immer, dass die Charaktere eines Buches auch seine Freunde seien und mit am Tisch sitzen würden“, erinnert sich Alicia Coe.

Etwa alle zwei Wochen – die Termine sind wegen des Essens unter freiem Himmel wetterabhängig – steht ein Autor oder eine Autorengruppe im Mittelpunkt. „Ich kündige die Themen an, sodass man sich noch einmal in die entsprechende Literatur einlesen kann. Für einige sind die Bücher neu, andere haben sie schon vor Jahren einmal gelesen.“ Das dreigängige Menü ist abwechslungsreich, wobei Coe versucht, thematisch passend im Stile des Autors beziehungsweise der geplanten Themen zu bleiben.

So gibt es etwa am Hermann-Hesse-Abend indische Gerichte wie knuspriges und aromatisches Murmura (Reissnack mit Zwiebeln, Tomaten und Saucen), Pav Bhaji nach Mumbai-Art (Kult-Streetfood, bestehend aus einem Gemüsecurry und weichen, in reichlich Butter getoasteten Milchbrötchen) sowie nach Rosen duftende Gulab Jamun (frittierte Teigbällchen in aromatisiertem Zuckersirup).

Es geht um Hermann Hesse und die indische Kultur: Dieses Event findet voraussichtlich am Samstag 1 1. Juli von 19–21.30 Uhr statt. Der Preis: 45 Euro inklusive Wasser und Tee. / Alicia Coe

Hesse fühlte sich der indischen Kultur sehr nahe und beschäftigte sich intensiv mit ihr – siehe das Buch „Siddhartha“, das auch auf der Leseliste für den Abend steht. Weitere Themen sind die Beschäftigung Hesses mit der östlichen Philosophie und die zeitlosen Fragen nach Identität, Sinn und Erleuchtung, die sein Werk durchziehen. Optional kann man zu dem Drei-Gang-Menü auch Weinbegleitung buchen.

Ein weiterer Abend soll Franz Kafka und einem vegetarischen jüdischen Menü gewidmet werden. Zu russischen Kurzgeschichten von Nikolai Gogol, Anton Tschechow, Alexander Puschkin, Fjodor Dostojewski und Leo Tolstoi passen hingegen Varenyky-Teigtaschen, Golubtsi (gefüllte Kohlrouladen mit Reis) und süße Zapekanka (Bauernkäseauflauf mit Rosinen). Und dem Argentinier Julio Cortázar, von dessen Kurzgeschichten eine übrigens in der Cala Deià spielt, hätte sicher der gegrillte Provoleta-Käse, choripán mit pikanter Chimichurri-Sauce und cremiger Milchreis gut geschmeckt, all dies inspiriert von einem ersten Buch „Bestiario“.

Besonders an diesen Dinnern ist auch das Geschirr, denn Alicia Coes Mutter hat es eigens für die Tochter entworfen und hergestellt. Dank der Keramik-Unikate kann das Essen auch optisch ansprechend und originell serviert werden.

Besonders schön: Die Keramik-Unikate, die ihre Mutter selbst hergestellt hat. / Alicia Coe

Εγγραφείτε για να διαβάσετε