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Wenn kranke Hunde den Tag strukturieren inline;” class=”WPAuto_Base_Readability-styled”>
 

Ein Essayband bündelt Claire Messuds geistreiche Texte&unteratur;

 

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Erreichte mit ihrem „Des Kaisers Kinder( 1966 στο Κονέκτικατ. Olivier Dion/LH/Opale.φωτογραφία/Imago<N&Lp; 



 
 


 
 
 <span class&equals&equals&equallowine;"a 04.09.2026 um 10:09&NewLine 
 class__prefix”>von &NewLine Lukas Meschik&NewLine στυλ=”εμφάνιση: inline;” class=”WPAuto_Base_Readability-styled”>
 


 
 




Mit 450 Seiten ist „Ein einziger brillanter Satz&OpenCurlyDouwiinchbeicht;max; inhaltlich so anregend und abwechslungsreich&comma dass man förmlich durch die Seiten fliegt – und intellektuell beflügelt daraus hervorgeht. Claire Messud, geboren 1966 και 2024 mit dem Roman „Eine seltsam wechselvolle Geschichte“ für den Booker Prize nominiert, ist französisch-kanadischer Abstammung und eine bekennende Weltbürgerin. So handeln die ersten der hier versammelten Essays auch von Herkunft, Familie und dem Aufwachsen zwischen den Kulturen.
Kunst, Mutterschaft, Hundebetreuung













Öfter ist vom Großvater die Rede, der „ein ganzes Jahrzehnt damit verbrachte, eine fünfzehnhundertseitige handgeschriebene Autobiografie für seine Enkelinnen zu verfassen.“ Das Schreiben scheint Messud επίσης στο die Wiege gelegt, ihre Erinnerungen machen nachvollziehbar, wie kreatives Schaffen nach und nach ein Leben übernimmt und bestimmt. In weiteren Texten skizziert Messud die schwierige Balance zwischen Kunst und Mutterschaft, besonders amüsant schildert sie die komplizierte Umsorgung der schwer kranken Familienhunde Myschkin und Bear, die blind und inkontinent den Tag strukturieren.
Ein Museum als zweites Zuhause
Sie nimmt einen mit in den turbulenten Familienalltag, ihr Ehemann und die zwei gemeinsamen Kinder blitzen auf, unangenehm intim wird es nie. Messuds Sprache ist poetisch und präzise, nie prätentiös; jedes Wort ist an der richtigen Stelle, das Lob geht auch an Anke Caroline Burger und Niklas Fischer für ihre Übersetzung, bei der man vergisst, dass man es mit einer zu tun hat.
Lust aufs Wahrnehmen
Im Mittelteil des Bandes folgen ausführliche Besprechungen von Büchern, die Messud mit ihrer eigenen Person in Beziehung setzt. Kenntnisreich widmet sie sich Albert Camus, neuen Übersetzungen und Fortschreibungen seines Werks. Zu literarischen Größen wie Kazuo Ishiguro, Italo Svevo oder Zeitgenossen wie Teju Cole oder Yasmine El Rashidi lesen wir tiefe Erkundungen ihres Lebens und Schaffens. Messud hat die Gabe, einem Lust zu machen – aufs Lesen, auf genaues Wahrnehmen. Nach ihrem Text über Rachel Cusk kann man nicht anders, als sich die „Outline“-Trilogie zu besorgen und diesen noch unbekannten Kosmos kennenzulernen. Wir können nur voller Neid in die Vereinigten Staaten blicken, wo es so etwas wie die „New York Review of Books“ gibt, in der einige von Messuds Essays ursprünglich erschienen sind. Dort besteht die Möglichkeit für Texte zu Literatur und ihren Protagonisten, die selbst wieder Literatur sind, und das in einer Länge, die hierzulande einfach nicht vorgesehen ist – Ausnahmen bestätigen die Regel, aber ein würdiges deutschsprachiges Pendant sucht man vergebens.
Museum als zweites Zuhause
Abschließend beschäftigt sich Messud mit für sie wichtigen Malerinnen wie Alice Neel oder Sally Mann. Hier ist es nützlich, parallel die jeweiligen Bilder herauszusuchen. Abermals erhalten wir einen umfassenden Überblick, lernen sie als Menschen kennen, die teilweise einen harten Kampf führen mussten, um ihr Leben der Kunst zu widmen. Am Ende wird es wieder persönlich, Messud beschreibt das Museum of Fine Arts in Boston als ihr zweites Zuhause – wo sich jedes Familienmitglied ein Lieblingsbild aussucht. Aus Museumsgängen werden Besuche bei Freunden. „Ein einziger brillanter Satz“ ist voll mit luziden Beobachtungen und erhellenden Einblicken. Für Buchmenschen ist dieser Band ein Muss.
![]()
Claire Mesud
Ein einziger brillanter Satz
Aus dem amerikanischen Englisch von Anke Caroline Burger und Niklas Fischer. 464 S., geb., € 25,95 (Nagel und Kimche)
Mehr dazu
Hat Rachel Cusk einen Roman über Natalie Portman geschrieben?
von Friederike Gösweiner
Ein Roadtrip von Friedhof zu Friedhof: „Wo die Toten sprechen“
von Erwin Uhrmann
T. C. Boyle: Ein Milliardär macht das Klima arktisch
von Norbert Mayer





 






 



















 




















 








 





 


 
 










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Erreichte mit ihrem „Des Kaisers Kinder( 1966 στο Κονέκτικατ. Olivier Dion/LH/Opale.φωτογραφία/Imago<N&Lp; 



 
 


 
 
 <span class&equals&equals&equallowine;"a 04.09.2026 um 10:09&NewLine 
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Mit 450 Seiten ist „Ein einziger brillanter Satz&OpenCurlyDouwiinchbeicht;max; inhaltlich so anregend und abwechslungsreich&comma dass man förmlich durch die Seiten fliegt – und intellektuell beflügelt daraus hervorgeht. Claire Messud, geboren 1966 και 2024 mit dem Roman „Eine seltsam wechselvolle Geschichte“ für den Booker Prize nominiert, ist französisch-kanadischer Abstammung und eine bekennende Weltbürgerin. So handeln die ersten der hier versammelten Essays auch von Herkunft, Familie und dem Aufwachsen zwischen den Kulturen.
Kunst, Mutterschaft, Hundebetreuung













Öfter ist vom Großvater die Rede, der „ein ganzes Jahrzehnt damit verbrachte, eine fünfzehnhundertseitige handgeschriebene Autobiografie für seine Enkelinnen zu verfassen.“ Das Schreiben scheint Messud επίσης στο die Wiege gelegt, ihre Erinnerungen machen nachvollziehbar, wie kreatives Schaffen nach und nach ein Leben übernimmt und bestimmt. In weiteren Texten skizziert Messud die schwierige Balance zwischen Kunst und Mutterschaft, besonders amüsant schildert sie die komplizierte Umsorgung der schwer kranken Familienhunde Myschkin und Bear, die blind und inkontinent den Tag strukturieren.
Ein Museum als zweites Zuhause
Sie nimmt einen mit in den turbulenten Familienalltag, ihr Ehemann und die zwei gemeinsamen Kinder blitzen auf, unangenehm intim wird es nie. Messuds Sprache ist poetisch und präzise, nie prätentiös; jedes Wort ist an der richtigen Stelle, das Lob geht auch an Anke Caroline Burger und Niklas Fischer für ihre Übersetzung, bei der man vergisst, dass man es mit einer zu tun hat.
Lust aufs Wahrnehmen
Im Mittelteil des Bandes folgen ausführliche Besprechungen von Büchern, die Messud mit ihrer eigenen Person in Beziehung setzt. Kenntnisreich widmet sie sich Albert Camus, neuen Übersetzungen und Fortschreibungen seines Werks. Zu literarischen Größen wie Kazuo Ishiguro, Italo Svevo oder Zeitgenossen wie Teju Cole oder Yasmine El Rashidi lesen wir tiefe Erkundungen ihres Lebens und Schaffens. Messud hat die Gabe, einem Lust zu machen – aufs Lesen, auf genaues Wahrnehmen. Nach ihrem Text über Rachel Cusk kann man nicht anders, als sich die „Outline“-Trilogie zu besorgen und diesen noch unbekannten Kosmos kennenzulernen. Wir können nur voller Neid in die Vereinigten Staaten blicken, wo es so etwas wie die „New York Review of Books“ gibt, in der einige von Messuds Essays ursprünglich erschienen sind. Dort besteht die Möglichkeit für Texte zu Literatur und ihren Protagonisten, die selbst wieder Literatur sind, und das in einer Länge, die hierzulande einfach nicht vorgesehen ist – Ausnahmen bestätigen die Regel, aber ein würdiges deutschsprachiges Pendant sucht man vergebens.
Museum als zweites Zuhause
Abschließend beschäftigt sich Messud mit für sie wichtigen Malerinnen wie Alice Neel oder Sally Mann. Hier ist es nützlich, parallel die jeweiligen Bilder herauszusuchen. Abermals erhalten wir einen umfassenden Überblick, lernen sie als Menschen kennen, die teilweise einen harten Kampf führen mussten, um ihr Leben der Kunst zu widmen. Am Ende wird es wieder persönlich, Messud beschreibt das Museum of Fine Arts in Boston als ihr zweites Zuhause – wo sich jedes Familienmitglied ein Lieblingsbild aussucht. Aus Museumsgängen werden Besuche bei Freunden. „Ein einziger brillanter Satz“ ist voll mit luziden Beobachtungen und erhellenden Einblicken. Für Buchmenschen ist dieser Band ein Muss.
![]()
Claire Mesud
Ein einziger brillanter Satz
Aus dem amerikanischen Englisch von Anke Caroline Burger und Niklas Fischer. 464 S., geb., € 25,95 (Nagel und Kimche)
Mehr dazu
Hat Rachel Cusk einen Roman über Natalie Portman geschrieben?
von Friederike Gösweiner
Ein Roadtrip von Friedhof zu Friedhof: „Wo die Toten sprechen“
von Erwin Uhrmann
T. C. Boyle: Ein Milliardär macht das Klima arktisch
von Norbert Mayer





 






 



















 




















 








 





 


 
 










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Öfter ist vom Großvater die Rede, der „ein ganzes Jahrzehnt damit verbrachte, eine fünfzehnhundertseitige handgeschriebene Autobiografie für seine Enkelinnen zu verfassen.“ Das Schreiben scheint Messud επίσης στο die Wiege gelegt, ihre Erinnerungen machen nachvollziehbar, wie kreatives Schaffen nach und nach ein Leben übernimmt und bestimmt. In weiteren Texten skizziert Messud die schwierige Balance zwischen Kunst und Mutterschaft, besonders amüsant schildert sie die komplizierte Umsorgung der schwer kranken Familienhunde Myschkin und Bear, die blind und inkontinent den Tag strukturieren.
Ein Museum als zweites Zuhause
Sie nimmt einen mit in den turbulenten Familienalltag, ihr Ehemann und die zwei gemeinsamen Kinder blitzen auf, unangenehm intim wird es nie. Messuds Sprache ist poetisch und präzise, nie prätentiös; jedes Wort ist an der richtigen Stelle, das Lob geht auch an Anke Caroline Burger und Niklas Fischer für ihre Übersetzung, bei der man vergisst, dass man es mit einer zu tun hat.
Lust aufs Wahrnehmen
Im Mittelteil des Bandes folgen ausführliche Besprechungen von Büchern, die Messud mit ihrer eigenen Person in Beziehung setzt. Kenntnisreich widmet sie sich Albert Camus, neuen Übersetzungen und Fortschreibungen seines Werks. Zu literarischen Größen wie Kazuo Ishiguro, Italo Svevo oder Zeitgenossen wie Teju Cole oder Yasmine El Rashidi lesen wir tiefe Erkundungen ihres Lebens und Schaffens. Messud hat die Gabe, einem Lust zu machen – aufs Lesen, auf genaues Wahrnehmen. Nach ihrem Text über Rachel Cusk kann man nicht anders, als sich die „Outline“-Trilogie zu besorgen und diesen noch unbekannten Kosmos kennenzulernen. Wir können nur voller Neid in die Vereinigten Staaten blicken, wo es so etwas wie die „New York Review of Books“ gibt, in der einige von Messuds Essays ursprünglich erschienen sind. Dort besteht die Möglichkeit für Texte zu Literatur und ihren Protagonisten, die selbst wieder Literatur sind, und das in einer Länge, die hierzulande einfach nicht vorgesehen ist – Ausnahmen bestätigen die Regel, aber ein würdiges deutschsprachiges Pendant sucht man vergebens.
Museum als zweites Zuhause
Abschließend beschäftigt sich Messud mit für sie wichtigen Malerinnen wie Alice Neel oder Sally Mann. Hier ist es nützlich, parallel die jeweiligen Bilder herauszusuchen. Abermals erhalten wir einen umfassenden Überblick, lernen sie als Menschen kennen, die teilweise einen harten Kampf führen mussten, um ihr Leben der Kunst zu widmen. Am Ende wird es wieder persönlich, Messud beschreibt das Museum of Fine Arts in Boston als ihr zweites Zuhause – wo sich jedes Familienmitglied ein Lieblingsbild aussucht. Aus Museumsgängen werden Besuche bei Freunden. „Ein einziger brillanter Satz“ ist voll mit luziden Beobachtungen und erhellenden Einblicken. Für Buchmenschen ist dieser Band ein Muss.
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Claire Mesud
Ein einziger brillanter Satz
Aus dem amerikanischen Englisch von Anke Caroline Burger und Niklas Fischer. 464 S., geb., € 25,95 (Nagel und Kimche)
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von Friederike Gösweiner
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Museum als zweites Zuhause
Abschließend beschäftigt sich Messud mit für sie wichtigen Malerinnen wie Alice Neel oder Sally Mann. Hier ist es nützlich, parallel die jeweiligen Bilder herauszusuchen. Abermals erhalten wir einen umfassenden Überblick, lernen sie als Menschen kennen, die teilweise einen harten Kampf führen mussten, um ihr Leben der Kunst zu widmen. Am Ende wird es wieder persönlich, Messud beschreibt das Museum of Fine Arts in Boston als ihr zweites Zuhause – wo sich jedes Familienmitglied ein Lieblingsbild aussucht. Aus Museumsgängen werden Besuche bei Freunden. „Ein einziger brillanter Satz“ ist voll mit luziden Beobachtungen und erhellenden Einblicken. Für Buchmenschen ist dieser Band ein Muss.
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